• DIE PILOTANLAGE
    DIE PILOTANLAGE

    Die erste Fischwanderhilfe in Deutschland

    - die Strom erzeugt.

Für die Entwicklung eines so neuartigen Produktes wie des Fischfreundlichen Wehres, mussten viele erstmals auftretende Fragestellungen, die sich aus der Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie ergeben, wissenschaftlich fundiert beantwortet werden. Dafür wurden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, Entwicklungsstudien betrieben und Patente entwickelt. Einen der wichtigsten Schritte stellte dabei der Bau einer Pilotanlage an der Wesenitz in Sachsen dar.


Doch die Entwicklung hört an dieser Stelle nicht auf. Das Fischfreundliche Wehr kann wirtschaftlich sinnvoll ab ca. 0,60 cm – 1,40 m Fallhöhe eingesetzt werden. Basierend auf einer Analyse der sächsischen Wehrdatenbank zeigt sich, dass damit etwa 40% aller bestehenden Wehranlagen fischdurchgängig gemacht werden können (orange Säulen). Derzeit wird ein Entwicklungsprojekt zur Potentialerschließung größerer Fallhöhen über 1,40 m durch eine Kaskadierung mehrerer Fischfreundlicher Wehre angestrebt. Hierfür sind die spezifischen Anforderungen an eine Ausführung auf kleinstem Raum, die Ausbildung der Auslaufkanäle und der damit einhergehenden Strömungseffekte zu untersuchen.

 

 

Ebenfalls befindet sich zurzeit ein getriebeloser Generator in der Entwicklungsphase. Mit diesem wird es zukünftig möglich sein, die gesamte Anlage unterirdisch zu betreiben. Dies ermöglicht Ihnen ggfs. bestehende Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen.


Die erzeugte Elektroenergie wird hauptsächlich in Eigenverbrauch genutzt. In den Nachtstunden ist dies, auf Grund eines geringen Bedarfs, nicht immer sinnvoll. Daher wurde die Entwicklung einer entsprechenden Wärmepumpe angestrebt, bei der eine doppelwandige Beckenwand die Funktion des Wärmetauschers übernimmt. Das angemeldete Gebrauchsmuster wurde am 10.09.2013 vom Deutschen Patent- und Markenamt erteilt.

Für die Zukunft ist der Einsatz einer Beckenwand aus einem doppelwandigen Textilgewebe denkbar, welches den Auf- und Abbau der Anlage nochmals effektiv vereinfachen könnte und durch seine Wiederverwendbarkeit zur Flexibilität beiträgt. Zusätzlich bieten textile Strukturen weitergehende Steuermöglichkeiten für die Anpassung an unterschiedliche Durchflussmengen des Fischfreundlichen Wehres.

 

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